Langen Foundation Hombroich/Neuss
Die Langen Foundation ist eine Kunststiftung, die ihr Ausstellungsgebäude
auf dem Gelände der ehemaligen NATO-Raketenstation bei Neuss nahe der
Museumsinsel Hombroich unterhält. Für die 2004 eröffneten Gebäude der
Langen Foundation verwendete der Architekt Tadao Ando die für ihn charakteristischen
Materialien Sichtbeton, Glas und Stahl.
Der Ausstellungsbereich ist in drei lange Riegel unterteilt; zwei werden mit
moderner Kunst und einer wird mit einer Sammlung aus japanischer Kunst
bespielt.
LVR-RömerMuseum Xanten
Das 2008 fertig gestellte RömerMuseum in Xanten ergänzt die 1999 errichteten
Thermenschutzbauten und macht dadurch die Dimensionen der antiken
Bäderanlage erfahrbar.
Ein moderner Bau aus Stahl und Glas erhebt sich auf den Fundamentmauern
einer gewaltigen römischen Halle, die fast 80 Meter lang und über 20 Meter
breit war. Diese Basilika Thermarum bildete einst den Zugang zu den öffentlichen
Thermen der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana. Das Museum
wurde in denselben Dimensionen errichtet wie der antike Bau, ohne durchgehende
Geschosse mit einer imposanten Höhe von 25 Metern.
MARTa Herford
Der Name MARTa Herford setzt sich aus den Kürzeln für Möbel (M), Kunst
(ART) und Ambiente (a) zusammen. Errichtet wurde das Museum 2005
nach den Plänen des amerikanischen Star-Architekten Frank Gehry. Die dekonstruktivistische
Raumskulptur Gehrys übermantelt das entkernte 30er-
Jahre-Fabrikgebäude des Architekten Martin Lippold. MART a Herford wurde
initiiert, um die vielfältigen Potentiale der ostwestfälischen Region zu nutzen
und Anregungen für zukünftige Entwicklungen zu geben. Inhaltlich nimmt
die Sammlung MART a einen Bezug auf Werke zeitgenössischer Künstler, die
im Spannungsfeld von Architektur, bildender Kunst und Design arbeiten.
Kolumba Köln
Der Neubau des Kölner Diözesanmuseums „Kolumba“, entworfen von dem
Schweizer Architekten Peter Zumthor, wurde 2007 in der Kölner Innenstadt
eröffnet. In die moderne Architektur von Zumthor integrieren sich die
gotischen Ruinenfragmente der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche
St. Kolumba.
Die Sammlung des im Jahre 1853 gegründeten Diözesanmuseums beinhaltet
Kunstwerke aus 2.000 Jahren abendländischer Kultur. Der Besucher erlebt
einen geschichtsträchtigen Dreiklang aus Ort, Sammlung und Architektur.
Konzerthaus Dortmund
Nach dem Vorbild des Wiener Musikvereins folgt auch das Konzerthaus
Dortmund der Grundform eines schlichten Rechtecks. Der große Konzertsaal
im ersten Stock des Hauses soll nach der Idee der Architekten
Schröder Schulte-Ladbeck an eine Muschel erinnern. Platz finden im
Konzerthaus Dortmund mit seiner modernen, transparenten Architektur
1.550 Menschen. In über 200 Veranstaltungen pro Spielzeit kann man seit
2002 Musik aller Art im Konzerthaus Dortmund erleben.
Emil Schumacher Museum Hagen
Der von einer Glashülle ummantelte, rechteckige Sichtbetonbau wurde von
dem Mannheimer Architekturbüro Lindemann Architekten entworfen. Auffälligstes
architektonisches Element ist die vom Museumsplatz einsehbare,
langgestreckte Treppenanlage, die das Gebäude erschließt.
Die Sammlung des Emil Schumacher Museums geht auf eine Stiftung
Dr. Ulrich Schumachers, Sohn des Künstlers, zurück. Sie umfasst über 500
künstlerische Arbeiten Emil Schumachers. Zur Sammlung gehören zudem
100 Werke aus dem Besitz der Stadt Hagen.
Stadt- und Landesbibliothek Dortmund
Gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof steht die 1999 fertig gestellte
Bibliothek, die vom Architekten Mario Botta bis ins Detail entworfen wurde.
Die Bibliothek beherbergt eine Auswahl von einer Million Medien.
Das Gebäude ist in zwei Baukörper unterteilt: Ein hoher Riegel bildet das
Rückgrat, vor dem sich ein nach unten verjüngender verglaster Halbzylinder
befindet. Im verglasten Vorbau befindet sich der öffentliche Bereich mit der
Freihandbibliothek. Die von einem innen sichtbaren Stützenfachwerk gehaltene
Glashaut ist nicht mit den Geschossdecken verbunden und bildet so eine
Hülle für die mit Rolltreppen verbundenen Ebenen des Freihandbereichs.
Diözesanbibliothek Münster
Die 2005 eröffnete Diözesanbibliothek ist eines von drei Bauwerken des
Gebäudeensembles um das Priesterseminar in der Innenstadt von Münster,
das Max Dudler für das Bistum Münster erbaut hat. Der Riegel von 70 Metern
Länge ist mit Sandsteinplatten verkleidet und zeichnet sich durch ein strenges,
gleichförmiges Erscheinungsbild aus.
In der Bibliothek befinden sich Schätze wie die Santini-Sammlung, eine der
weltweit wichtigsten Musiksammlungen mit Handschriften und Drucken
insbesondere italienischer Komponisten.
Museum Folkwang Essen
Der 2010 eröffnete Neubau des Museums wurde von Architekt David
Chipperfield entworfen. Der Komplex ergänzt den denkmalgeschützten
Altbau des Museums Folkwang, der mit sechs Baukörpern und vier Innenhöfen,
Gärten und Wandelhallen fortgeführt wird.
Das Museum Folkwang erwarb und zeigte als erste öffentliche Sammlung in
Deutschland Werke der Wegbereiter der Moderne, darunter Paul Cézanne,
Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Henri Matisse. Sammlungsschwerpunkte
bilden die Kunst des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne,
die Fotografie und die Malerei nach 1945.
Ruhrfestspielhaus Recklinghausen
Ende der 90er Jahre wurde das aus den 60er Jahren stammende Ruhrfestspielhaus
nach Plänen des Architekturbüros Auer & Weber zu einer Kongressund
Tagungsstätte umgestaltet. Zu dem Umbau zählt vor allem ein moderner,
großflächig verglaster Vorbau. Durch den Umbau ist das Gebäude zu einer
multifunktionalen Begegnungsstätte geworden, in der alle gängigen Formen
von Veranstaltungen stattfinden können.
Ganzjährig werden im Ruhrfestspielhaus Gastspiele renommierter Bühnen
gezeigt. Angeboten wird Schauspiel, Oper, Musical und Tanz.
Ruhr Museum Essen
Das Ruhr Museum in der Ehemaligen Kohlenwäsche auf Zeche Zollverein, wurde umgestaltet durch die Architekten Koolhaas & Böll und trägt dem Denkmalschutz Rechnung. Das Museum wurde zum Start der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 eröffnet. Die Kohlenwäsche wurde wie die anderen Bauten von Schacht XII von den Architekten Schupp und Kremmer in einer modernen, kubistischen Formensprache mit einer Vorhangfassade aus mit Ziegeln ausgefachtem Stahlfachwerk ausgeführt. Auf dem Gelände
des Unesco-Weltkulturerbes Zeche Zollverein präsentiert das Museum die
spannende Geschichte des Ruhrgebiets in einem Gebäude, das als Museum
spektakulärer kaum sein könnte. Die ehemalige Kohlenwäsche der Zeche
Zollverein beeindruckt durch ihre Größe und Architektur. Mittels zahlreicher
interaktiver Medien werden die Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets
in einem integrierten Konzept miteinander verbunden.
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Köln
Der Neubau nach einem Entwurf von Oswald Unger steht auf historischem
Grund und die architektonische Umgebung zeugt von der jahrhundertealten
Geschichte dieses Ortes. Die Außenwirkung des Museums ist von dem
massiven Kubus bestimmt, dessen Fassade mit Sandstein aus der Eifel gestaltet
ist. Die umfangreiche Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums legt
einen Schwerpunkt sowohl auf die Malerei des Mittelalters mit den bedeutenden
Vertretern kölnischer Malkunst als auch auf barocke Malerei und französische
Impressionisten aus der Sammlung Corboud.
Jahrhunderthalle Bochum
Die Jahrhunderthalle in Bochum wurde 1902 Plänen des Architekten Heinrich Schumacher als Ausstellungs- und Repräsentationshalle des Bochumer Vereins auf der Gewerbeausstellung in Düsseldorf geplant, gebaut und genutzt. Anschließend wurde diese in Bochum wieder aufgebaut und im Jahr 2003 von Architektur Büro Petzinka Pink umgestaltet.
Rheinische Landesmuseum Bonn und Museum König Bonn
Das Rheinische Landesmuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland gehört zu den ältesten Museen Deutschlands. Im Jahr 2003 wurde das Museum nach umfangreicher Umbauarbeiten und Neukonzeption durch die Architektengruppe Stuttgart als sogenanntes „Themenmuseum“ wiedereröffnet.
Das Museum König in Bonn ist ein auf rezente Wirbeltiere und Gliederfüßer spezialisiertes Naturkundemuseum des Landes Nordrhein-Westfalen.
Tonhalle Düsseldorf und Museum K20 und K21
Die Tonhalle Düsseldorf wurde 1926 als Planetarium erbaut, wird seit 1978 als Konzerthaus in Düsseldorf genutzt. Das Grüne Gewölbe gehört heute zu den schönsten Beispielen expressionistischer Baukunst.
Die Kunstsammlung NRW umfasst zwei Kunstmuseen in Düsseldorf, das K20 am Grabbeplatz und das K21 im Ständehaus das 1880 erbaut wurde . Das Gebäude wurde nach Kernsanierung und Neubau des Glaskuppel Daches 2001 als Museum für zeitgenössischer Kunst des späten 20. und des 21. Jahrhunderts 2002 eröffnet. Das K20 wurde 1985 eröffnet und gefällt durch seine städtebaulich gelungene Einpassung mit dem eleganten Schwung seiner Fassade zum Grabbeplatz hin und seinem scharfkantigen Übergang zur glatten Wandfläche an der Heinrich-Heine-Allee.
Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum ist ein Bibliotheksgebäude der Humboldt Universität Berlin.
Die formale Strenge geprägt Architektur ist von Max Dudler geplant worden. Die Architektur schließt an die geometrische Formensprache der klassischen Moderne an, ohne sie zu kopieren.